Der Kalligraph Tanaka Taisan malte ein Shodo(Kalligraphie) für unser Dojo, das wir gern auf unserer Seite präsentieren möchten. Es wird einen ehrenvollen Platz in unseren Trainingsräumlichkeiten erhalten.
Seit seiner Gründung im Jahr 2000 war und ist unser Verein durch unseren Dojoleiter Pfarrer Matthias Fischer mit Meister Roland Habersetzer (9. Dan) immer verbunden. Als Herr Habersetzer sein Tengu-System in das Training des Centre de Recherche Budo integrierte, wurde es auch Bestandteil unseres Trainings, so dass der Schritt, unser Dojo nach diesem System zu benennen, nur folgerichtig war. Außerdem ist es unsere Absicht, dieses auf realitische Selbstverteidigung mit Körper und Geist ausgerichtete System bekannter zu machen, worauf der Dojoname hinweisen soll. Auf dem Kan Geiko 2011 bat Pfarrer Fischer Herrn Habersetzer um die Erlaubnis hierfür und einen Tag später machte der Meister den Vorschlag zu dem Namen “Tengu Dojo Aufenau”, den unsere Karate-ka gern annahmen.
Unser Vereinsemblem ist der Versuch, den Tengu-Weg zu beschreiben, allerdings nicht abschließend, sondern noch offen für Ergänzungen. Auf der Seite “Unser Wappen” ist eine ausführliche Erläuterung hierzu zu finden. Über Rückmeldungen/Kommentare im Sinne eines Gedankenaustausches würden wir uns sehr freuen…
Vier Karate-ka des CVJM-Karate-Do Aufenau e.V. begleiteten Pfarrer Fischer zum diesjährigen Winterlehrgang am 12. und 13. November in Eschau bei Straßburg. Zu diesem großen Treffen hatte Großmeister Roland Habersetzer (9. Dan) eingeladen. So waren neben Karate-Begeisterten aus Deutschland auch Teilnehmer aus Russland, Belgien, der Schweiz und natürlich auch aus Frankreich angereist. Gemeinsam übten sie an beiden Tagen, die Karate-Techniken in Selbstverteidigungssituationen einzusetzen und sich gegen einen und mehrere Angreifer zu wehren. Daneben wurde die Einschätzung der jeweiligen Situation geübt. ›Handelt es sich um einen Bekannten, der mir freundschaftlich die Hand auf die Schulter legt, oder greift mich jemand von hinten an?‹ Diese Frage muss im jeweiligen Augenblick sofort und richtig entschieden werden. Fehleinschätzungen haben hierbei eine fatale Wirkung und Konsequenz. Auch die Vermeidung von Eskalation nahm einen großen Raum ein. Herrn Habersetzers System des Tengu-ryu befasst sich mit der Methodik, der Psychologie und der Struktur von Selbstverteidigungssituationen. Es soll den Karate-ka jeder Stilrichtung in die Lage versetzen, seine Techniken in Konflikten effektiv und angemessen einzusetzen, nachdem der Versuch einer Deeskalation gescheitert ist. Ausdrücklich wies der Meister dabei immer wieder auf die Verantwortung hin, die ein Karate-ka in einer Selbstverteidigungssituation trägt. ›Karada-no-buki – der Körper ist eine Waffe!‹
In den Trainingseinheiten beider Tage wurden zudem drei der Koshiki-Kata wiederholt: Happoren, Rokki-shu, Hakkufa (Itosu-ryu). Am Rande des großen Lehrgangs (200 Teilnehmer) nahm sich Herr Habersetzer Zeit, sich mit den Aufenauer Karate-ka zu unterhalten und sie im Weitergehen des Weges im Karate zu ermutigen.
(von links nach rechts: Tobias Hoffmann, Erik Steinberger, Lisa van der Sande, Lena Lewenhagen, Pfarrer Matthias Fischer (2. Dan), Wolfgang Lang (5. Dan) und Meister Roland Habersetzer (9. Dan))
(Schnell, kraftvoll und beweglich mit 69 Jahren: Meister Habersetzer demonstriert Abwehr.)
Vom 17. bis zum 22. Oktober 2011 fand die zweite Lehrgangsstufe der Ausbildung zum Selbstverteidigungslehrer in Bruchsal statt. Unser Dojoleiter Matthias Fischer nahm mit 38 weiteren Karate-ka aus dem gesamten Bundesgebiet daran teil. Trainiert wurden verschiedene Stufen des Kampfes auf der Straße, Selbstverteidigung in unterschiedlichen Situationen, SV-Fitness und Stockkampf. In Rollenspielen wurde die Vermittlung von Techniken und Verhaltensweisen in SV-Kursen geübt. Der theoretische Teil kam dabei natürlich nicht zu kurz: Warum Selbstverteidigungskurse heutezutage ein wichtiges Angebot sind, wurde genauso besprochen, wie die verschiedenen Zielgruppen mit denen es die SV-Lehrer zu tun haben, und deren individuellen Bedürfnisse.
Nach einer Woche langen und harten Trainings, vieler Gespräche in den Pausen und an den Abenden in gemütlicher Runde überreichten die Ausbilder Siegfried Wolf, Jürgen Kestner und WernerDietrich allen 39 Teilnehmer/-innen ihre Urkunde zum SV-Lehrer Stufe II.
Wie schon nach der ersten Lehrgangsstufe brachte Matthias Fischer natürlich einige Elemente der Ausbildung auch gleich mit ins Training. Allerdings soll die SV-Ausbildung nicht allein ins Training einfließen. Wenn Räumlichkeiten und Termine gefunden sind, wird unser Verein im neuen Jahr einen SV-Kurs für Frauen anbieten.
(Von links nach rechts: Ausbilder Werner Dietrich, Teilnehmer Pauli Sahlmüller, Ausbilder Siegfried Wolf, MatthiasFischer, Ausbilder Jürgen Kestner)